Mehr Geld für den Regionalpark Wedeler Au - aber was soll damit konkret gemacht werden?


Die Hamburgische Bürgerschaft hat für die ökologische Weiterentwicklung und Renaturierungsmaßnahmen im Regionalpark Wedeler Au aus dem „Investitionsfond Hamburg 2010" zusätzliche 355.000 Euro beschlossen: Die SPD-Wahlkreisabgeordnete Anne Krischok begrüßt diese Maßnahme in der Debatte grundsätzlich: "Wir Sozialdemokraten freuen uns, dass hier konkret Umwelt- und Naturschutz verwirklicht wird und dies Geld nicht wie bei anderen Projekten lediglich für PR-Maßnahmen ausgegeben wird".

Allerdings ist noch nicht klar, was mit dem Geld in Rissen und Sülldorf passieren wird: Dies soll nun der Regionalpark mit der Bezirksversammlung entwickeln. Und diese 355.000 Euro beinhalten auch Personalkosten für die Durchführung der entsprechenden Planungen: Dieses Geld wird also auch nicht komplett sichtbar der Feldmark zugute kommen - und es wird auch sicher nicht in diesem Jahr komplett ausgegeben.

In der Hamburgischen Bürgerschaft appellierte Krischok, bei den nun anstehenden Vorbereitungen die Bevölkerung vor Ort zu informieren und deren Wissen und Vor-schläge einzubeziehen. „Darüber hinaus muss ein Einvernehmen mit den betroffenen Landwirten gefunden werden: Nachdem diese aufgrund des novellierten Landesnaturschutzgesetzes landwirtschaftliche Flächen verloren haben, haben diese zu Recht die Befürchtung, hier weitere Flächen zu verlieren: Deren Existenz im Hamburger Westen darf nicht auf Spiel gesetzt werden" betont sie.

Das dürfte an den Landwirten nicht scheitern - im Gegenteil: Diese haben dem Bezirksamt selber vorgeschlagen, in Absprache kleinere Instandsetzungsarbeiten unbürokratisch durchzuführen. Dafür könnte man sich dann auch entsprechende Planungs- oder Gutachterkosten sparen: Ein schöner Gedanke.